Musik in der klinischen Pädiatrie: Ein 75-Jahre-Scoping-Review
DOI:
https://doi.org/10.47513/mmd.v17i3.1026Schlagworte:
Music Therapy, Pediatric Dentistry, Behavior Control, Complementary Therapy, Acoustic StimulationAbstract
Musik ist eine akustische Stimulation der neuronalen Schaltkreise, deren neurologische, psychologische, physiologische, kognitive und emotionale Wirkungen durch organisierten Klang, Lärm und Stille zeitlich unbegrenzt sind. Musik findet ihren Platz in der klinischen Kinderzahnheilkunde (KZH) als technische Form der Verhaltensführung und als Bestandteil einer sensorisch angepassten zahnärztlichen Umgebung, die die Aufmerksamkeit des Kindes für eine erfolgreiche Behandlung ablenken kann. 1 Musik als multimodale Intervention wirkt in der KZH therapeutisch, wenn sie Anxiolyse, Analgesie und Anästhesie anbietet, im Vergleich zu der Vielzahl nicht-pharmakologischer Verhaltensführungstechniken, die zur Auswahl stehen (eine „Verlegenheit des Reichtums“). [2] Die Musiktherapie (MT) sollte in der CPD Beachtung finden, da sie die Unzulänglichkeiten pharmakologischer Verhaltenslenkungstechniken ausgleichen kann, einschließlich ihrer Exorbitanz, Exklusivität und Rätselhaftigkeit.[3] Doch selbst ein ausgebildeter Musiktherapeut versteht möglicherweise nicht, wie MT in der CPD eingesetzt wird. Die Rechtfertigung für das Aufsetzen von Kopfhörern und die Bereitstellung von auditivem Input, um positives Verhalten von einem gestressten Kind in der Zahnklinik zu erwarten, erfordert eine wissenschaftliche Überprüfung und Erklärung der vorhandenen Literatur.