Verbesserung des Vokabulars einer ungarischen Patientin mit schwerer Broca- Aphasie durch Volksgesang - eine Fallstudie

Autor/innen

  • Eszter Juhos-Kiss University of Pécs
  • Klára Simon
  • Henriette Pusztafalvi

DOI:

https://doi.org/10.47513/mmd.v17i2.990

Schlagworte:

Aphasia, Stroke, Music therapy, Language disorders

Abstract

Ziel dieser Studie ist es, einen Einblick in die Online-Therapie zur Wortschatzerweiterung in der Rehabilitation einer 64-jährigen Patientin mit schwerer Broca-Aphasie zu geben. Unter Leitung der Autorin begann im Januar 2022 die 6- wöchige Intervention mit therapeutischem aktiven Volksgesangs Die Therapie bestand aus dem Üben einer Reihe von 50 Wörtern, die aus dem Wortschatz von 13 Volksliedern ausgewählt wurden. Die Therapie umfasste das Singen
von Volksliedern, begleitet von einem visuellen Hinweis. Die visualisierte Liste wurde mit und ohne Untertitel gezeigt. Eine Nachuntersuchung nach der Intervention bewertete sowohl die direkten als auch die indirekten Auswirkungen der Sitzungen,
indem die Abbildungen der geübten und nicht geübten Wörter benannt wurden. Nach der Intervention verbesserte sich die Leistung der Patientin bei der Benennung der geübten Wörter sowohl in der ungeschriebenen als auch in der geschriebenen Version signifikant. In dieser Fallstudie konnte der indirekte Effekt der Intervention in Bezug auf
die Anzahl der richtigen Antworten nicht nachgewiesen werden, aber es wurde eine verkürzte Reaktionszeit festgestellt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die gemessene positive Leistungsveränderung auf den Effekt des Singens zurückzuführen ist.

Schlüsselwörter: Aphasie, Schlaganfall, Musiktherapie, Sprachstörungen

Veröffentlicht

2025-04-30

Ausgabe

Rubrik

Full Length Articles