Verbesserung der Gitarren-Strumming-Mechanik bei Parkinson-Patienten: Eine Fallserie unter Einsatz einer Unterarmstabilisierungsvorrichtung

Autor/innen

  • James Lenger
  • Soichiro Matsushita
  • Teresa Lesiuk
  • Michele Kerulis
  • Naresh Punjabi University of Miami

DOI:

https://doi.org/10.47513/mmd.v18i1.1078

Schlagworte:

Biomechanics, Parkinson's, Guitar, Strumming

Abstract

Die Parkinson-Krankheit (PD) beeinträchtigt die motorische Koordination und stellt daher eine Herausforderung für Aktivitäten dar, die eine feinmotorische Kontrolle erfordern, wie beispielsweise das Gitarrenspiel. Das Strumming auf der Gitarre, eine rhythmische und koordinierte Aufgabe, kann zur Verbesserung der motorischen Fähigkeiten beitragen und Musiktherapie-Techniken wie die rhythmische auditive Stimulation haben sich bei Parkinson als wirksam erwiesen. Allerdings beeinträchtigen motorische Symptome wie Tremor und Rigidität oft das Gitarrenspiel. Diese Fallserie untersuchte den potenziellen Einfluss eines Vorarmstabilisierungsgeräts, des Strum Perfect™, auf die Anschlagtechnik bei Patienten mit PD. Es wurde eine Fallserie mit vier PD-Patienten (Durchschnittsalter: 71,8 Jahre, SD: 8,7; drei Frauen) durchgeführt. Die Teilnehmer führten standardisierte Strumming-Aufgaben mit 60, 90 und 120 Schlägen pro Minute (bpm) mit und ohne Anpassung durch. Die Strumming-Dynamik wurde mit einem am Handgelenk befestigten Bewegungssensor gemessen, der die Bewegungen des Unterarms und des Handgelenks erfasste. Der Orbitkoeffizient (∆ϕ/∆θ), ein Maß für die Synchronität der Bewegungen zwischen Handgelenk und Ellbogen, wurde berechnet. Veränderungen in den Bewegungsmustern wurden mit dem Wilcoxon-Rangsummentest bewertet. Die Strum Perfect™-Anpassung zeigte die größte beobachtete Wirkung bei 60 bpm, wobei der mittlere Orbitkoeffizient von 1,0 (SD: 0,3) auf 1,7 (SD: 0,8) anstieg (p = 0,06). Bei höheren Tempi waren die Veränderungen geringer: von 1,3 (SD: 0,4) auf 1,5 (SD: 0,5) bei 90 bpm (p = 0,06) und von 1,4 (SD: 0,4) auf 1,6 (SD: 0,7) bei 120 bpm (p = 0,27). Die Strum Perfect™-Gitarrenadaption kann die Koordination zwischen Handgelenk und Ellbogen beim Strumming verbessern, insbesondere bei langsameren Tempi, was auf einen potenziellen Nutzen für die gitarrenbasierte Musiktherapie bei Parkinson hindeutet. Diese vorläufigen Ergebnisse sind zwar durch die geringe Stichprobengröße und die Tendenz zur Verbesserung begrenzt, sprechen jedoch für weitere Untersuchungen in größeren Studien, um die langfristigen Auswirkungen auf die motorische Kontrolle und die Beteiligung an musikbasierter Rehabilitation zu bewerten.

Veröffentlicht

2026-01-31

Ausgabe

Rubrik

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